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Sexualpädagogische Professionalität
in der Radikalisierungsprävention
Sexualität, Geschlecht und Körperlichkeit spielen für religiös begründete Radikalisierung und Gewalt eine zentrale, bislang jedoch fachlich unterbelichtete Rolle. Das Projekt entwickelt im eine modular aufgebaute, überwiegend digitale Fortbildungsreihe primär für Fachkräfte der tertiären Radikalisierungsprävention und angrenzender Arbeitsfelder. Ziel ist es, sexualitäts- und genderbezogene Dynamiken, die Radikalisierungsprozesse beeinflussen und strukturieren, zu kennen und in Fallkonstellationen wahrnehmen zu können, sowie professionelle Handlungssicherheit zu stärken.
Fachkräfte beschrieben in den letzten Jahren immer wieder, dass sexualitäts- und genderbezogene Themen in ihrer Praxis regelmäßig relevant sind, bislang jedoch kaum strukturiert, konzeptionell oder methodisch bearbeitet werden können. Deutlich wurde dabei insbesondere, dass ein systematischer Transfer sexualpädagogischer und sexologischer Ansätze in die Radikalisierungsprävention bislang fehlt und hierfür spezifisch zugeschnittene Qualifizierungsangebote notwendig sind.
Das Projekt 3i entwickelt daher praxisnahe, nachhaltig nutzbare Qualifizierungsformate. Die Fortbildungsinhalte verbinden sexualpädagogische und sexologische mit etablierten multiprofessionellen Perspektiven aus dem Bereich der Prävention und Intervention.
Zielgruppen des Modellprojekts sind, jeweils im gesamten Bundesgebiet,
• Berater:innen zivilgesellschaftlicher Fach- und Beratungsstellen zu religiös begründeter Ra-dikalisierung – insbesondere die Partner vor Ort der Beratungsstelle Radikalisierung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
• Berater:innen staatlicher Aussteigerprogramme, sowie
• Fachkräfte aller Professionen in weiteren Organisationen, die in den Bereichen Clearing, Fallberatung und Fallarbeit im Kontext religiös begründeter Radikalisierung tätig sind.
Träger des Projektes sind die Hallesche Jugendwerkstatt gGmbH und die Vereinigung Pestalozzi gGmbH. Gefördert wird es vom Kompetenzzentrums des Bundes für Islamismusprävention und Deradikalisierung (KID) im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
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